FAKE IT! - Selbstinszenierung in Kunst & Social Media

mit Bernadette Anzengruber

Die Inszenierung des Selbst dient in der Kunst immer wieder als Strategie, um gesellschaftspolitische Themen kritisch zu verhandeln oder bestehende Klischees mit Ironie zu unterwandern. Der Körper und das Abbild des Künstlers/ der Künstlerin kommen hierbei als zentrale Werkzeuge zum Einsatz — jedoch geht es meist nicht darum, das innerste Selbst nach Außen zu kehren, sondern um ein bewusstes Spiel mit dem Imaginären, der Nachahmung oder dem gezielten „Fake“. Unter anderem beeinflusst von Social Media gewinnt das Thema an neuer Sichtbarkeit und Relevanz und die Grenzen zwischen Kunst, Popkultur und dem Privaten verschwimmen zunehmend oder werden absichtlich verwischt. 

Die Programme sind ausschließlich im Klassenverband buchbar. Auf Grund der unsicheren Situation, versuchen wir die Programme auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Das Programm kann sowohl online als auch vor Ort stattfinden. Die Dauer und der Zeitpunkt der Progamme kann individuelle auf die Klasse abgestimmt werden.

Bei Fragen und zur Buchung kontaktieren Sie stefan.meindl@youki.at.

Im Rahmen des Vermittlungsprogramms lernen die Teilnehmer_innen grundlegende Positionen zur Funktion von Selbstinszenierung als bewusstes Stilmittel in Kunst und Kultur kennen. Der theoretische Input ermöglicht einen hervorragenden Ausgangspunkt für eine gemeinsame, kritische Analyse populärer Social-Media Plattformen wie TikTok oder Instagram und schafft gleichzeitig konkreten Anlass, eigene Ideen zu verwirklichen. In Form eines persönlichen Selbstinszenierungs- oder Fake-Reality-Projektes werden die Teilnehmer_innen zu ganz persönlichen Storytellern und können besprochene Strategien und Perspektiven zur Inszenierung des Selbst ausprobieren, neu erfinden und umkehren.

BERNADETTE ANZENGRUBER hat bildende Kunst und Kulturwissenschaften in Wien und London studiert und ist seit 2011 selbstständig als Künstlerin mit Schwerpunkt auf Fotografie, Video und Performance tätig. Inhaltlich beschäftigt sie sich aus queer-feministischer Perspektive mit der Körperlichkeit von Sprache, Produkterotik und Intimität sowie Identität und deren bewusste Manipulation durch mediale Selbst- und Fremdinszenierung. Seit 2010 ist sie in Lehre und Kunstvermittlung aktiv und hat unter anderem mit der Kunstuniversität Linz, der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg sowie verschiedenen internationalen Kulturinstitutionen in diesem Bereich zusammengearbeitet.

  • FILMANALYSE

    Vermittlung für Schulen

    >>
  • CYANOTYPIE

    Vermittlung für Schulen

    >>