Die vergangenen Zukünfte

Film und Gespräch mit Regisseur Johannes Gierlinger

Donnerstag 16. Juni 18:00 Uhr / Eintritt frei

@ Programmkino Wels

Die Vergangenen Zukünfte
REGIE, BUCH, KAMERA: Johannes Gierlinger | AT, 2021 | 98 min
MIT: Lara Sienczak, Martin Hemmer

Was bleibt von einer Revolution? Wann gilt sie als gescheitert und wann und wie manifestieren sich deren Errungenschaften? In seinem politisch-poetischen Filmessay verbindet Johannes Gierlinger historische Kämpfe mit heutigen Formen des Widerstands und reflektiert, wie sich die Praxis des kollektiven Erinnerns in die Gegenwart einer Stadt und das Handeln ihrer BewohnerInnen einschreibt. Exemplarischer Ausgangspunkt dieses essayistischen Films ist die Märzrevolution 1848 in Wien. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen fragt der Film Walter Benjamin folgend: Muss man die Errungenschaften der Vergangenheit vor der Gegenwart schützen?

Filmgespräch im Anschluss an das Screening

Mit essayistischen Erzählformen arbeitend, wird der Filmemacher Johannes Gierlinger in dem anschließenden Filmgespräch über visuellen Erzählmöglichkeiten sprechen. Von seinen eigenen Filmen ausgehend, wird über filmisches Dokumentieren von Vergangenheit und Gegenwart gesprochen, sowie über die Schnittstellen von Dokumentation und Fiktion reflektiert. Warum ist es wichtig, die Vergangenheit immer wieder neu zu visualisieren und wie ist das möglich? Wie können gesammelte Zeitdokumente der Gegenwart mit der Vergangenheit sprechen? Und was ist überhaupt ein Essayfilm?