Erinnerungswürdige Reisen

Eine Sammlung der schönsten und schlimmsten Urlaubserlebnisse unserer YOUKI-Gäste und -MitarbeiterInnen

„Mein schlimmstes Erlebnis war die Matura-Reise nach Gran Canaria. Da waren Kakerlaken im Zimmer und ich hatte einen so starken Sonnenbrand, dass ich fast gespieben hab’ – und das nicht vom Alkohol. Meine schönste Erinnerung ist ein Urlaub als Kind mit meinen Eltern.“ (Theresa)

„Die Pizza in Italien war das Beste!“ (Andreas und Daniel sind sich absolut einig)

„Ich hab’ ein schlimmes Urlaubserlebnis, aber das ist zugleich mein romantischstes, weil ich mich am liebsten daran erinnere, obwohl ich es eigentlich gar nicht so wirklich miterlebt hab’, weil ich damals erst drei Jahre alt war: Wir sind mal von der Polizei über einen Berg gejagt worden, als ich mit meiner Familie und Freunden unerlaubterweise wildcampen war in Griechenland. Wir wurden dann von der Polizei über einen ganzen Berg gejagt. Und ich musste aufs Klo – alle sind schon geflüchtet, nur meine Mama und ich haben uns hinter Büschen direkt neben den Polizisten versteckt und dort gewartet, bis sie weg waren. Aber wir sind alle entkommen. Infolge dessen ist es richtig schlimm weitergegangen: Wir sind dann in eine Pension und dort gab es Fledermäuse. Die Besitzer der Pension haben die Fledermäuse getötet und die Löcher, in die sie immer reingeflogen sind, mit Taschentüchern zugestopft. Das ist meine schlimmste Erinnerung“ (Laura)

„Das tollste Erlebnis war die Fahrt mit der Fähre nach Schweden und unser Besuch im Legoland in Dänemark.“ (Simon)

„Das prägendste Erlebnis war mein Bergsteigen in Nepal. Nach zehn Tagen gehen ohne Strom und Internet, nur umgeben von Fels und Natur, passiert schon sehr viel mit einem: Nicht nur die äußere Landschaft verändert sich, sondern auch die innere, die Konzentration auf einen selbst: Das Loslassen vom Alltag und das Ankommen im Wandern. Das schlimmste Erlebnis hatte ich mit einer Freundin, mit der ich durch Rumänien gereist bin: Sie wurde am helllichten Tag sexuell belästigt. Ich war zu dem Zeitpunkt aber gerade einkaufen und nicht für sie da. Das war ein sehr unschönes Erlebnis – für sie noch schlimmer, aber auch für mich im Nachhinein –, das den Urlaub sehr überschattet hat.“ (Andi)

„Ich bin mit meinem Freund nach Hamburg gefahren, weil ich mir ein Grimes-Konzert anschauen wollte. Wir sind mit dem Flixbus gefahren, das war eine extrem lange und anstrengende Reise. Wir waren im Februar unterwegs, in Hamburg war es extrem kalt, wir hatten aber kein übertrieben warmes Zeug dabei, was bedeutet, dass wir immer gefroren haben. Unser Hotel war auf der Reeperbahn, ein ehemaliges Bordell. Es war relativ billig und ich fand, das war ein netter Gag. Im Prinzip waren dort aber nur eklige Männer einquartiert, die mit dem Tourbus auf die Reeperbahn gekommen sind. Die Reeperbahn an sich war schon interessant zum Anschauen, alles so bunt. Auch das Konzert, das in einer schönen Location stattgefunden hat, die an einen kleinen barocken Theaterraum erinnert hat. Am nächsten Tag hatten wir kein Zimmer mehr, unser Bus ging aber erst um 2 Uhr nachts. Keine Ahnung, warum ich das so geplant hab’. Wir sind die ganze Zeit herumgewandert und hatten schlussendlich kein Geld mehr. Mein Papa hat mir dann Geld geschickt, von dem wir spontan ins Kino gegangen sind, um uns Death Pool anzuschauen. Das Kino war eigentlich das Spannendste der Reise, weil das Kino ein uraltes Theater war, das Originalfassungen gezeigt hat. Aber dann, zwischen 23 und 2 Uhr, kam die schlimmste Zeit: Es war unglaublich kalt, wir wussten nicht, was wir noch machen sollen, weil wir nirgends mehr rein gehen konnten, also sind wir nur noch um den Busbahnhof herumgeschlichen. Es war zur Flüchtlingszeit. Wir haben eine Flüchtlingsfamilie gesehen mit einem kleinen Mädchen, das sich vollgepinkelt hatte. Die Mutter hat versucht, die Hose zu wechseln, und es war so kalt. Das war so schlimm. Der Bus kam dann natürlich zu spät. Wir haben uns überlegt, ob wir irgendwo in einer warmen Hotellobby warten können, aber als wir Richtung Eingang gingen, kam schon der Portier auf uns zu, um uns den Weg abzuschneiden, weil er gesehen hat, dass wir kein Geld haben. In der Früh sind wir in Wien angekommen und ich musste am gleichen Tag noch arbeiten. Und wir haben den Zug in Wien nach Wels verpasst, hatten dann kein Geld mehr für ein neues Ticket. Mein Freund konnte dann fast nicht mitfahren, also hab’ ich einen Nervenzusammenbruch gekriegt, weil ich ihn nicht allein zurücklassen wollte. Sein Vater hat ihm dann Geld geschickt und wir sind heimgefahren. Eine aufreibende Reise – alles für ein Konzert.“ (Hanna)

„Der schlimmste Urlaub war, als wir bei unserer Oma waren und uns alle zerstritten haben. Das schönste Erlebnis war meine Solo-Kurzreise nach Prag. Das war voll schön, weil ich immer dachte, dass ich nicht allein sein kann, ohne mir dann selbst auf die Nerven zu gehen. Aber ich hab’s mit mir allein gut ausgehalten – auch wenn’s nur ein paar Stunden waren, aber das war großartig.“ (Nina)

„Meine furchtbarste Reise war die Matura-Reise nach Kroatien – „Segeln echt oarg“ hat das geheißen, das ist so was wie Summer-Splash, nur auf dem Segelboot. Das ist eigentlich voll die schöne Landschaft dort,  aber es hat so Partyboote gegeben und wenn  man zum Boot schwimmen wollte, musste man in der Bucht durch die Kotze der Besoffenen schwimmen. Deshalb hab‘ ich auf der Reise dann auch das Alkoholtrinken boykottiert irgendwann, weil ich es so eklig gefunden hab’ – und das heißt was!“ (Sarah)

„Ich war mal mit meiner Freundin länger in Asien unterwegs und wir wollten nach Burma, also Myanmar. In jedem Reiseführer, jeder Infobroschüre und Reisewarnung stand, dass das Geld, das man mitbringt, in einwandfreien, druckfrisch gebügelten 100-Dollar-Noten sein muss, weil man sonst einfach nichts bekommt. Erst haben wir in Bangkok den falschen von zwei Flughäfen erwischt, was zeitlich schon knapp war. Am richtigen Flughafen haben wir an mehreren Bankomaten erfolglos versucht, Geld abzuheben, und standen dann vor der Wahl: entweder in den Flieger hüpfen und schauen, wie wir dann zu Geld kommen, oder einfach umbuchen. Wir haben uns fürs Flugzeug entschieden. Als wir ankamen, hatten wir folglich kein Geld, aber  wir hatten insofern Glück, weil einen Tag vor unserer Ankunft der erste Geldautomat in Burma aufgesperrt hat. Zu dem sind wir dann hingefahren und haben Geld abgehoben … und dann hab’ ich dort meine Kreditkarte steckenlassen.

Eine andere Geschichte mit schöner Situationskomik gibt es ebenfalls von dieser Asienreise: In Kambodscha haben wir eine billige Absteige gefunden. Uns hat eh schon nichts mehr abgeschreckt, wie waren einiges gewohnt und mittlerweile schon geeicht auf Kakerlaken, aber dort im Klo war wirklich ein großes Ding, ein Mutant. Also haben wir den Hostelbetreiber gefragt, ob er die entfernen kann. Der hat sich das angeschaut, kommt mit einer großen Dose Insektenvernichtungsspray zurück und macht die Tür zu. Dann hört man ihn sprühen: Pfff … Pffffff … Pfffffffffffff! Kurze Pause. Pfffffffffffffff … Pfffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff! Noch eine Pause. Dann: Bam, bam, bam, bam, bam!! Er hat die Kakerlake mit der leeren Sprühdose erschlagen.“ (Boris)

von Michelle Koch